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American Express baut rund 5 % seiner Belegschaft ab und steigert den Gewinn um 27,3 %

Das Unternehmen begründet den Stellenabbau mit einer Neuorganisation, die die Struktur vereinfachen, die Effizienz steigern und das Unternehmen auf einen breiteren Einsatz künstlicher Intelligenz vorbereiten soll. Im dritten Quartal erzielte es einen Nettogewinn von 3,649 Milliarden US-Dollar und verbuchte Restrukturierungskosten in Höhe von 336 Millionen US-Dollar.

Eingang des American-Express-Gebäudes in der 65 Broadway mit drei großen Rundbogenfenstern und Fußgängern vor der Fassade.
Archivbild; zeigt nicht das berichtete Ereignis · American Express Company Building 65 Broadway entrance · Beyond My Ken · Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0 · CC BY-SA 4.0

American Express wird im Rahmen einer Neuorganisation rund 5 % seiner weltweiten Belegschaft abbauen. Nach Angaben der Unternehmensleitung soll die Struktur dadurch vereinfacht, Innovation beschleunigt und mehr Spielraum für Investitionen in Technologie und Marketing geschaffen werden. Das Unternehmen gab die Maßnahme am 23. Oktober 2026 zusammen mit den Ergebnissen des dritten Quartals bekannt und verbuchte in diesem Zeitraum 336 Millionen US-Dollar an Restrukturierungskosten.

Der Stellenabbau wird angekündigt, während das Geschäft wächst: Von Juli bis September erzielte American Express einen den Aktionären zurechenbaren Nettogewinn von 3,649 Milliarden US-Dollar, 27,3 % mehr als ein Jahr zuvor. Außerdem hob das Unternehmen seine Prognose für den Gewinn je Aktie im Jahr 2026 an.

Unternehmensleitung verknüpft Stellenabbau mit Effizienz und Investitionen

Der Vorstandsvorsitzende Steve Squeri erklärte, die Geschäftsentwicklung des Unternehmens habe es ermöglicht, die Investitionen in Marketing und Technologie zu erhöhen und zugleich die Organisation zu überprüfen. Ziel sei es, sie agiler und effizienter zu gestalten, damit das Unternehmen seine Pläne umsetzen und in den kommenden Jahren wettbewerbsfähig bleiben könne, sagte er vor Analysten.

Das Unternehmen stellt den Stellenabbau als Teil einer umfassenderen Restrukturierung dar, nicht als direkten Ersatz jedes einzelnen Beschäftigten durch Systeme künstlicher Intelligenz. Christophe Le Caillec, Finanzvorstand, brachte die Neuorganisation mit einer Verringerung der Organisationsebenen und der Vorbereitung von Prozessen auf eine mögliche Automatisierung in Verbindung.

Die Unternehmensleitung hat nicht näher erläutert, welche Bereiche, Länder oder Funktionen betroffen sein werden oder nach welchem Zeitplan die Maßnahme umgesetzt wird. Auch hat sie nicht aufgeschlüsselt, welche Posten in den Restrukturierungskosten von 336 Millionen US-Dollar enthalten sind und welche Einsparungen sie durch die Neuorganisation erwartet. Die Zahl gibt daher die verbuchten Kosten wieder, lässt aber für sich genommen weder Rückschlüsse auf die Gesamtkosten des Stellenabbaus noch auf dessen spätere finanzielle Auswirkungen zu.

Künstliche Intelligenz als Beschleuniger, aber noch in einer frühen Phase

Squeri bezeichnete KI als Beschleuniger der Wachstumsstrategie: Sie könne zur Automatisierung von Prozessen und zur Steigerung der Produktivität beitragen und zugleich verändern, wie Verbraucher und Unternehmen Angebote entdecken und vergleichen, Zahlungen tätigen und ihre Finanzen verwalten. Zugleich warnte er, dass der großflächige Einsatz noch in einer frühen Phase sei und das Volumen der über KI-Agenten abgewickelten Transaktionen weiterhin gering sei.

Die Darstellung des Unternehmens ordnet die Vereinfachung der Organisation als Vorbereitung auf den Einsatz von Technologie ein, legt aber nicht fest, welche Prozesse zuerst automatisiert werden sollen oder wie viele Stellen mit dieser Automatisierung zusammenhängen könnten. Aus den veröffentlichten Informationen lässt sich auch nicht ableiten, dass KI die direkte Ursache für jeden einzelnen Stellenabbau ist.

Quartalsergebnisse und neue Prognosen

Neben dem Nettogewinn erreichte der Umsatz von American Express im dritten Quartal 20,062 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 8,9 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die Risikovorsorge belief sich in diesem Zeitraum auf 985 Millionen US-Dollar und lag damit 23 % unter dem Wert des Vorjahresquartals.

In den ersten neun Monaten des Jahres 2026 erzielte das Unternehmen einen den Aktionären zurechenbaren Nettogewinn von 9,663 Milliarden US-Dollar und einen Umsatz von 58,606 Milliarden US-Dollar. Dies entspricht gegenüber dem Vorjahreszeitraum Zuwächsen von 17 % beziehungsweise 10 %. Die kumulierte Risikovorsorge belief sich auf 3,320 Milliarden US-Dollar und lag damit 13,6 % unter dem Wert desselben Zeitraums 2025.

Nach der Geschäftsentwicklung seit Jahresbeginn hob American Express seine Prognose für den Gewinn je Aktie 2026 auf eine Spanne von 18,30 bis 18,60 US-Dollar an. Squeri erklärte außerdem, das Unternehmen rechne für das Gesamtjahr mit einem Umsatzwachstum von 10 %. Die positiven Ergebnisse begleiten die Ankündigung des Stellenabbaus, doch das Unternehmen führte diesen nicht auf eine Verschlechterung des Geschäfts zurück: In seiner öffentlichen Erklärung stellte es Effizienz, Innovation und die Vorbereitung der Organisation auf die Zukunft in den Mittelpunkt.

Quellen und Methodik

  1. American Express recortará el 5% de su plantilla para ganar eficiencia en su apuesta por la IA ↗con ediciones en España
  2. American Express recortará 5% de su plantilla y prepara ... ↗www.diariobitcoin.com
  3. American Express recortará el 5% de su plantilla mientras ... ↗www.elboletin.com
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