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OCU stellt große Unterschiede zwischen zehn verpackten Rindfleisch-Burgern fest

Die Analyse zeigt Unterschiede bei der Fleischqualität, den Zusatzstoffen, den Sulfiten und dem Geschmack. OCU fand in den Proben weder Betrug noch Hygieneprobleme, weist aber auf den Fett- und Salzgehalt hin.

Mehrere rohe Rindfleisch-Burger, einige in durchsichtigen Schalen, neben zwei großen Patties auf runden Unterlagen. Darüber zeigen Kreise Fleisch, Blätter, Salzkristalle und kleine Kugeln; auf dem Tisch liegen Salz und Gewürze.
Mit KI erzeugte konzeptuelle Illustration · Edition Business

Die Fleischqualität, die zugesetzten Zutaten und das Ergebnis in der Pfanne unterscheiden sich bei Supermarkt-Burgern. Darauf weist eine Analyse der Organisation der Verbraucher und Nutzer (OCU) zu zehn verpackten Rindfleischprodukten hin. Die Organisation untersuchte ihre Zusammensetzung, Kennzeichnung, Hygiene und ihr Nährwertprofil und ließ sie außerdem von Experten verkosten.

Die Studie umfasste acht als burger meat und zwei als Hamburger gekennzeichnete Produkte. OCU stellte bei den Proben weder Betrug noch Hygieneprobleme fest. Allerdings fand sie Unterschiede beim Rohstoff, beim Einsatz von Zusatzstoffen und Sulfiten sowie bei den Geschmackseigenschaften.

Hamburger und burger meat: Unterschiede auf dem Etikett

Die Bezeichnung hilft zu verstehen, was die einzelnen Produkte enthalten. Laut den Angaben von OCU werden frische Hamburger aus Hackfleisch hergestellt und dürfen Salz enthalten, während verpackte Zubereitungen weitere Zutaten enthalten können. Um als burger meat bezeichnet zu werden, muss das Produkt mindestens 4 % pflanzliche Zutaten wie Getreide, Gemüse oder Hülsenfrüchte enthalten.

Von den zehn untersuchten Produkten war Coren das einzige ohne Zusatzstoffe; zwei Produkte enthielten bis zu fünf. OCU fand Konservierungsstoffe, Antioxidationsmittel und Farbstoffe. Auch bei den Sulfiten stellte sie Unterschiede fest: Die nachgewiesenen Mengen reichten von nicht nachweisbaren Werten bis zu 164 mg/kg. Die Organisation erklärte, die gefundenen Werte lägen innerhalb der zulässigen Grenzwerte und bei Coren sowie Círculo de Calidad (Carrefour) seien keine Sulfite deklariert oder nachgewiesen worden.

Fleischqualität und Ergebnis der Verkostung

Zur Beurteilung des Rohstoffs stützte sich OCU nicht nur auf den angegebenen Fleischanteil: Sie analysierte auch Eiweiß, Fett und das Verhältnis von Kollagen zu Eiweiß, einen Indikator für das Vorhandensein von Bindegewebe. In den Proben stellte sie weder einen übermäßigen Anteil dieses Gewebes noch Hinweise auf die Verwendung von Fleisch mit geringem Handelswert fest. Coren, Hamburdehesa, La Finca und Pujols schnitten der Analyse zufolge bei der Fleischqualität besonders gut ab.

Die Verkostung zeigte andere Unterschiede. Die Berichte zur Studie weisen darauf hin, dass einige burger meat-Produkte gute Geschmacksbewertungen erhielten; außerdem heben sie La Finca und Pujols hervor, weil diese Eigenschaften wie Textur, Saftigkeit und Aroma besser bewahrten. Diese Ergebnisse beziehen sich auf die getesteten Produkte: Sie erlauben nicht den Schluss, dass eine Marke oder Produktart in all ihren Ausführungen stets überlegen ist.

Eiweiß, Fett und Salz: ein uneinheitliches Profil

Die untersuchten Burger enthielten durchschnittlich 15 % Eiweiß, aber auch erhebliche Mengen an Fett und Salz. Auf der OCU-Gesundheitsskala erreichten nur Coren und Círculo de Calidad (Carrefour) eine akzeptable Bewertung. Fleischqualität oder eine gute Bewertung bei der Verkostung bedeuten daher nicht zwangsläufig ein günstiges Nährwertprofil.

Auch der Preis allein entschied den Vergleich nicht: Die untersuchten Produkte kosteten zwischen 10,93 und 30,10 Euro pro Kilo. OCU stellte fest, dass ein höherer Preis kein insgesamt besseres Ergebnis garantierte und dass ein burger meat von Mercadona, das zu den günstigsten gehörte, eine gute Geschmacksbewertung erhielt.

Was die Hygieneergebnisse aussagen – und was nicht

OCU stellte bei den zehn untersuchten Produkten weder Hygieneprobleme noch Betrug fest. Dieses Ergebnis beschränkt sich auf die Proben der Analyse und ist keine Garantie für alle Burger auf dem Markt oder für andere Chargen. Bei Aldi stellte die Organisation außerdem unbedeutende Spuren von Schweinefleisch fest.

Der Vergleich macht zwei unterschiedliche Bewertungsaspekte deutlich: das Ergebnis bei der Zubereitung und die Nährstoffzusammensetzung. Außerdem lassen sich anhand der Bezeichnung und der Zutatenliste ein Hamburger und ein burger meat unterscheiden und die enthaltenen Zusatzstoffe überprüfen. Die Schlussfolgerungen beziehen sich auf zehn verpackte Rindfleischprodukte, nicht auf das gesamte Supermarktangebot.

Quellen und Methodik

  1. Las mejores hamburguesas de supermercado ↗www.ocu.org
  2. La OCU pone a prueba las hamburguesas del supermercado ↗www.larazon.es
  3. Las dos mejores hamburguesas de supermercado según ... ↗www.elcorreo.com
  4. Las mejores y peores hamburguesas del supermercado, ... ↗www.eldebate.com
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