KONTEXT. URTEIL. HANDELN.
EDITIONBUSINESS.

Nützlicher Journalismus, um Unternehmen zu verstehen, zu führen und weiterzuentwickeln.

Suchen
Edition Business entdecken
Nachricht · España; Cataluña

Junts schließt Unterstützung für eine weitere Investitur Sánchez’ aus und wirft der PSOE vor, Zusagen nicht einzuhalten

Jordi Turull kündigte auf TV3 an, dass Junts nach den Wahlen am 29. November Pedro Sánchez’ Investitur nicht erneut unterstützen werde. Die Haltung, die der Parteivorsitzende mit nicht eingehaltenen Zusagen der PSOE begründete, legt weder den Wahlausgang noch die künftige Unterstützung im Kongress fest.

Zwei getrennte Steinblöcke, einer blaugrün und einer grau, flankieren einen dunklen Stuhl hinter einem Holztisch.
Mit KI erzeugte konzeptuelle Illustration · Edition Business

{"title":"Junts schließt Unterstützung für eine weitere Investitur Sánchez’ aus und wirft der PSOE vor, Zusagen nicht einzuhalten","excerpt":"Jordi Turull kündigte auf TV3 an, dass Junts nach den Wahlen am 29. November Pedro Sánchez’ Investitur nicht erneut unterstützen werde. Die Haltung, die der Generalsekretär mit nicht eingehaltenen Zusagen der PSOE begründete, legt weder den Wahlausgang noch die künftige Unterstützung im Kongress fest.","body":"Der Generalsekretär von Junts, Jordi Turull, erklärte, seine Partei werde nach den für den 29. November angesetzten Parlamentswahlen keine erneute Investitur von Pedro Sánchez unterstützen. In einem Interview auf TV3 begründete der Politiker die Ablehnung mit den seiner Ansicht nach nicht eingehaltenen Zusagen, die die PSOE seiner Partei während der Legislaturperiode gegeben habe.\n\n„Pedro Sánchez werden wir nicht zum Regierungschef wählen. Wir sind dabei schlecht weggekommen“, sagte Turull. Außerdem erklärte er, der Regierungspräsident habe so gehandelt, als verfüge er über eine absolute Mehrheit, und einige seiner politischen Maßnahmen hätten darauf abgezielt, mit seinen Worten „gut dazustehen“. Dabei handelt es sich um Einschätzungen des Junts-Politikers zum Verhältnis zwischen den beiden Parteien, nicht um Tatsachen, die durch die verfügbaren Informationen unabhängig bestätigt sind.\n\n## Junts betrachtet das Vertrauen zur PSOE als zerstört\n\nTurull stellte die Amnestie als eine Maßnahme dar, die im Gegenzug für die Investitur vereinbart worden sei, nicht für eine fortgesetzte Unterstützung während der gesamten Legislaturperiode. Seiner Ansicht nach habe Junts diese Verpflichtung erfüllt, während die PSOE andere Vereinbarungen immer weiter aufgeschoben und Ausreden vorgebracht habe. Er erinnerte außerdem daran, dass seine Partei Sánchez aufgefordert habe, sich einer Vertrauensfrage zu stellen, der der Präsident Turull zufolge jedoch nicht nachgekommen sei.\n\nDie Ankündigung erfolgt im Vorfeld der Parlamentswahlen und verdeutlicht die Position, die Junts im Hinblick auf eine mögliche erneute Investitur eines sozialistischen Kandidaten vertritt. Sie ist keine Entscheidung über die Zusammensetzung des künftigen Kongresses: Der Wahlausgang und die Zahl der Sitze, die die einzelnen Parteien erringen, bestimmen die Mehrheitsverhältnisse im Parlament und die Möglichkeiten zur Regierungsbildung.\n\n## Junts lehnt auch eine Regierung aus PP und Vox ab\n\nTurulls Erklärung erfolgte, nachdem Míriam Nogueras, die Sprecherin von Junts im Kongress, ausgeschlossen hatte, dass ihre Partei eine mögliche Regierung aus PP und Vox unterstützen werde. Damit hat die Partei ihre Ablehnung zum Ausdruck gebracht, sowohl eine erneute Investitur Sánchez’ als auch ein Regierungsbündnis zwischen diesen beiden Kräften zu unterstützen. Die Erklärungen lassen offen, welche anderen Konstellationen auf ihre Unterstützung zählen könnten.\n\nAm selben Tag kritisierte der Präsident der Generalitat, Salvador Illa, Junts wegen des Widerstands gegen wohnungspolitische Maßnahmen und stellte die politische Bedeutung der Partei infrage. Der Schlagabtausch zeigt den Beginn des Wahlkampfs in Katalonien, ändert jedoch nichts daran, dass die jeweiligen Positionen ihren Urhebern zuzuordnen sind: Die Begründungen für die nicht eingehaltenen Zusagen und die Kritik am Vorgehen der Parteien stammen von den jeweiligen Beteiligten.\n\nTurull nannte auch keinen Zeitpunkt für die Rückkehr des früheren Präsidenten Carles Puigdemont nach Katalonien. Er erklärte, er wolle nicht spekulieren, und die Rückkehr müsse gemäß der von ihm Junts zugeschriebenen Position mit Puigdemonts institutioneller Rolle vereinbar sein. Die Erklärung zur Investitur erlaubt daher weder eine Vorhersage über den Zeitpunkt einer möglichen Rückkehr noch über die Vereinbarungen, die nach den Wahlen zur Debatte stehen könnten."}

Quellen und Methodik

  1. Junts no apoyará la investidura de Pedro Sánchez ↗www.marca.com
  2. Junts rechaza investir de nuevo a Sánchez tras el 29N ↗www.vozpopuli.com
  3. Junts asegura que no volverá a investir a Pedro Sánchez ↗www.elcorreo.com
  4. Junts asegura que no volverá a investir a Pedro Sánchez ↗www.huffingtonpost.es
  5. Turull descarta volver a apoyar una investidura de Pedro ... ↗www.lavanguardia.com
  6. Turull (Junts): «No investiremos a Sánchez porque hemos salido escaldados con esta persona» ↗ABC
Redaktionelle Methodik →Korrekturen
Einen Fehler melden ↗

Weiterlesen und vertiefen

Konzeptionelle Illustration, die die Umwandlung eines leeren Geschäfts mit blauen Regalen in einen mit Obst und Gemüse in Holzkisten ausgestatteten Marktplatz zeigt, verbunden durch einen auf die Wand gemalten Pfeil.
Nachricht · 19.10.2026

Kuba reorganisiert sein Handelsnetz: Die 'Mercados de Barrio' verdrängen die traditionellen Bodegas

Die kubanische Regierung wandelt staatliche Bodegas in **Mercados de Barrio** um, die vom Privatsektor verwaltet werden, und behält nur 1.913 Einrichtungen für die Rationierung bei. Obwohl die Maßnahme darauf abzielt, die Preise um 15 % zu senken, bleiben die Kosten für die Mehrheit der Bevölkerung unerreichbar, die mit einer Versorgungskrise und extremer Armut konfrontiert ist.

Beitrag lesen
Konzeptionelle Illustration eines Autogerüsts, dessen hinterer Teil aus Puzzleteilen besteht, begleitet von einem Motor, einem Scheinwerfer und einem Autositz auf einem grauen Hintergrund.
Nachricht · 19.10.2026

Valeo fordert 75 % europäischen Anteil in Autos, um den Verlust an Wettbewerbsfähigkeit zu stoppen

Valeo-CEO Christophe Perillat fordert, dass in Europa verkaufte Fahrzeuge mindestens 75 % lokale Komponenten enthalten müssen, um einen massiven Verlust an Arbeitsplätzen zu verhindern. Diese Forderung steht im Einklang mit dem Entwurf des EU-„Industrial Accelerator Act“, der eine Erhöhung der Herkunftsschwelle für den Zugang zu öffentlichen Beihilfen prüft, was in Spanien Sorgen über das Risiko hervorruft, dass seine Fabriken die neuen Kriterien nicht erfüllen könnten.

Beitrag lesen
Konzeptionelle Illustration mit einem Hausmodell unter einer Glasglocke, begleitet von Büchern, einer Sanduhr und Goldmünzen.
Nachricht · 19.10.2026

Die Regierung veröffentlicht zwei Notverordnungen, um den Wohnungsmarkt vor den Wahlen zu sichern

Das BOE hat die Notverordnungen (RDL) 28/2026 und 29/2026 veröffentlicht, die dringende Maßnahmen wie die Aussetzung von Zwangsräumungen für schutzbedürftige Personen, automatische Verlängerungen von Mietverträgen und einen Fonds in Höhe von 10.000 Millionen Euro für den Wohnungserwerb einführen. Die RDL 28/2026 tritt am 15. November 2026 in Kraft, vorbehaltlich der Bestätigung durch die Ständige Vertretung (Diputación Permanente), während die RDL 29/2026 die automatische Verlängerung von Verträgen regelt.

Beitrag lesen